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Sozial engagierter Journalismus


Vorwort



Websites für Journalismus allgemein



Sozial engagierter Journalismus




Sozial engagierter Journalismus





DGB - Bildungswerk: Forum Arbeit

DGB - Projekt: forumArbeit


Quelle:
Der folgende Vorstellungstext entstammt der Website:
   http://www.forum-arbeit.de/bike/~GcWQR/list.html?global.menu=-2

Zitat-Anfang**************************************


Inhaltsübersicht des Infopools:


Arbeit in der Zukunft

Nicht mehr klassische Rationalisierung bringt den Produktivitätsfortschritt, sondern der Umgang mit Information entscheidet über die Zukunftsfähigkeit unserer Unternehmen. Wir stellen die Trends zusammen, die sich für die Zukunft der Arbeit im Informationszeitalter erkennen lassen. [mehr...]


Globalisierung

Auch das Innere der Unternehmen unterliegt einem rasanten Wandel. Globalität ist zum Schlagwort geworden. Was hat sich verändert? Wir diskutieren die Auswirkungen insbesondere der neuen Managementmethoden auf unsere Arbeit und unser Leben. [mehr...]


Überwachung am Arbeitsplatz

Verbot der privaten eMail-Nutzung - Nachvollziehbar? Notwendig? Oder doch nur kurzsichtig? [mehr...]


CallCenter

Call Center Agent - Traumjob für die Zukunft oder Tummelfeld für "Kriegsgewinnler"? Hier sollen nicht Experten, Politiker, Funktionäre von Verbänden oder sonstige Personen des öffentlichen Lebens zu Wort kommen, sondern die Betroffenen selbst. Das sind zuallererst die Menschen, die in Call Center arbeiten, dann natürlich diejenigen, die für das Management verantwortlich sind, und nicht zuletzt wir alle als Kunden solcher Call Center. [mehr...]


Unternehmen der Zukunft

Neue Unternehmensformen und neue Managementmethoden, Unternehmen in der Globalität, auf dem Sprung ins Informationszeitalter ... Alles ändert sich. Wir fragen: Wie wirken sich die neuen Managementmethoden auf unsere Arbeit und unser Leben aus? [mehr...]


Telearbeit

Brechen mit der Telearbeit die sozialen Standards der Beschäftigung endgültig weg? Kann der Umbruch in der Arbeitswelt noch aufgehalten werden? Teilen Sie die Bedenken? Oder überwiegen für Sie die positiven Seiten der Telearbeit? Was erwartet uns im neuen Jahrtausend...? [mehr...]


Neue Technologien

Neue Techniken machen es möglich: Die Arbeit selbst und der Ort der Arbeit - traditionell der Betrieb oder das Büro - lassen sich immer mehr trennen - Arbeit überall, das stellt die Organisation der Arbeit auf den Kopf. Wir markieren Problemfelder und stellen Lösungen vor - erfolgreiche und mißlungene. [mehr...]


Infogesellschaft

Der Weg in die Informationsgesellschaft * Neue Arbeitswelt - neue Beschäftigungspotenziale? * Probleme der Interessenvertretung [mehr...]


Euro Betriebsräte

Mit zunehmender Internationalisierung der Unternehmen verlagern sich viele wichtige Entscheidungen der Konzernführungen auf die europäische Ebene. Euro-Betriebsräte vertreten die Interessen der Beschäftigten in den europäischen Konzernzentralen. Eine europäische Richtlinie aus dem Jahre 1994 verschafft Ihnen Informations- und Konsultationsrechte. Die Arbeit in den internationalen Arbeitnehmervertretungen ist mit einigen neuen Problemen verbunden: Die Sprachbarriere ist da noch eines der kleineren Hindernisse. Denn immer noch sind die Arbeitsbedingungen in den Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich. Bei Auseinandersetzungen um die Verlagerung von Unternehmen müssen nationale und übergeordneten Interessen auf einen Nenner gebracht werden. Unterschiedliche Traditionen der Konfliktlösung in den Mitgliedsstaaten zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften machen die Arbeit in den Gremien nicht gerade einfacher. [mehr...]


Materielle Mitarbeiterbeteiligung

"Materielle Mitarbeiterbeteiligung" - ein brandaktuelles Thema in Unternehmen und Politik. Bei der Kapitalbeteiligung werden MitarbeiterInnen am Unternehmensvermögen beteiligt, z.B. in Form von Belegschaftsaktien, die günstiger an Mitarbeiter ausgegeben werden. Bei der Erfolgsbeteiligung werden MitarbeiterInnen am Unternehmenserfolg beteiligt, z.B. in Form einer Beteiligung am Gewinn des Unternehmens. Welche verschiedenen Modelle gibt es sonst noch? Wie sehen diese in der Praxis aus? Was wird staatlich gefördert? Welche Chancen und Risiken ergeben sich für die Mitarbeiter? ...und was sagen die Gewerkschaften dazu? [mehr...]


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LabourNet Germany

LabourNet Germany


Quelle:
Der folgende Vorstellungstext entstammt der Website:
   http://www.labournet.de/ueberuns/lng.html

Zitat-Anfang**************************************


Was ist LabourNet Germany?

Wir sind Teil der weltweiten Labournet-Initiativen, die die neuen Technologien für emanzipative Bestrebungen nutzen.

Debatten innerhalb und ausserhalb der Gewerkschaften, Arbeitskämpfe, betriebliche und soziale Aktivitäten sind unsere Themen. Wir arbeiten dafür, dass Menschen sich einmischen, sich vernetzen und unterstützen können. Manchmal versuchen wir auch, selbst Solidarität und Aktionen zu organisieren sei es in Großbetrieben, von Erwerbslosen oder Migrant- Innen in Billigjobs.

Mit rund 330 täglichen Updates im Jahr, mehr als 3600 Dateien (eigene Suchmaschine), mehr als 150.000 BesucherInnen im Monat und über 1300 AbonnentInnen des täglichen Newsletters sind wir schon ein bisschen, was wir sein wollen: Ein "Haus der tausend Türen" für alle progressiven Bestrebungen. Wir ersetzen keine Tageszeitung - keine Tageszeitung ersetzt uns. Wir leben von der Mitarbeit all jener rund um den Globus, die uns Material, Informationen, Stellungnahmen, Aufrufe, Berichte zusenden. Und wir sind auf unsere Fördermitglieder und Spender- Innen angewiesen! Und dafür gibt es auch was: CD Rom, Buchverlosungen, Spezialreisen...

LabourNet Germany ist eine der Aktivitäten des labournet.de e.V. und seiner politischen Bildungsarbeit, neben Vorträgen, Workshops und anderen Publikationen. labournet.de e.V und Labournet Germany sind bewußt parteipolitisch unabhängig - und ebenso bewußt nicht unparteiisch. labournet.de e.V ist gemeinnützig.


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Unabhängig politische Publikationen

Lesezeit: 00 Minuten





ATTAC
(Association pour une Taxation des Transactions
financières pour l`Aide aux Citoyens)

Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen zum
Wohle der Bürger


Quelle:
Der folgende Vorstellungstext entstammt der Website:
   http://www.attac-netzwerk.de/

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ATTAC - für eine solidarische Weltwirtschaft gegen neoliberale Globalisierung

Globalisierung ist kein
Schicksal - eine andere
Welt ist möglich !


Attac verbindet Menschen und Organisationen, die für soziale
und ökologische Gerechtigkeit im Globalisierungsprozess streiten.

Mit ca. 80.000 Mitgliedern in 30 Ländern ist Attac ein wichtiger Teil der globalisierungskritischen Bewegung. Attac wurde 1998 in Frankreich gegründet. Seit Anfang 2000 gibt es Attac auch in Deutschland als ein breites gesellschaftliches Bündnis, das vom BUND über ver.di und Pax Christi bis zu kapitalismuskritischen Gruppen reicht.


Zwischen Netzwerk, NGO und Bewegung:
Das Selbstverständnis von ATTAC


[...] Mit dem Aufstieg von ATTAC zu einem wichtigen Akteur im Rahmen der globalisierungskritischen Bewegung sind auch sehr unterschiedliche Erwartungen an das Projekt verknüpft. Einige betrachten ATTAC als außer- parlamentarische Sammlungsbewegung, andere wiederum bezeichnen ATTAC als NGO, manche gehen bis zu der Vorstellung, dass ATTAC zu den nächsten Bundestagswahlen antreten sollte, und in den Medien war die Rede vom "Dachverband der Globalisierungskritiker".

Was also ist eigentlich ATTAC? Was unterscheidet ATTAC von Parteien, Verbänden, NGOs und sozialen Bewegungen?

Mit den vorliegenden Thesen wollen wir zu einer Diskussion über das Selbstverständnis von ATTAC beitragen, die angesichts des raschen Wachstums für die weitere Entwicklung von grundlegender Bedeutung ist. Ein klarer Blick dafür, was ATTAC ausmacht, wo die Chancen und Grenzen des Projekts liegen, ist nützlich, damit es nicht zu falschen Erwartungen, zu Unterschätzung oder Überschätzung kommt – mit entsprechend negativen Konsequenzen.


1. Weltanschaulicher Pluralismus

Wer bei ATTAC mitmacht, kann christliche oder andere religiöse Motive haben, Atheist, Humanist, Marxist sein oder anderen Philosophien anhängen. ATTAC hat keine verbindliche theoretische, weltanschauliche, religiöse oder ideologische Basis und braucht eine solche nicht. Vielfalt ist eine Stärke. Dies heißt aller- dings nicht völlige Beliebigkeit. Für Rassismus, Antisemitismus, Fremden- feindlichkeit, Chauvinismus und verwandte Ideologien gibt es keinen Platz.


Der Grundkonsens von ATTAC lautet:

  • ATTAC lehnt die gegenwärtige Form der Globalisierung, die neoliberal dominiert und primär an den Gewinninteressen der Vermögenden und Konzerne orientiert ist, ab: Die Welt ist keine Ware.
  • ATTAC wirft die Frage nach wirtschaftliche Macht
    und gerechter Verteilung auf.
  • ATTAC setzt sich für die Globalisierung von sozialer Gerechtigkeit, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechten, für Demokratie und umweltgerechtes Handeln ein.


In diesem Korridor emanzipatorischen Politikverständnisses haben unter- schiedliche Vorstellungen über Wege und Instrumente wie dieser Konsen in praktische Politik umgesetzt werden kann, Platz. Das reicht von jenen, die sich für einzelne Aspekte der ATTAC-Programmatik (z.B. Entschuldung der Entwicklungsländer oder Einführung der Tobin-Tax) engagieren wollen, über jene, die für eine demokratische Regulierung und Zivilisierung der Globalisierung und einen radikalen Reformismus eintreten, bis hin zu jenen, die der Auffassung sind, dass das bestehende Wirtschaftssystem als solches in Frage zu stellen ist. Der Respekt dieses Pluralismus ist unabdingbare Geschäftsgrundlage von ATTAC. Die Erarbeitung konkreter Politik und prak- tischer Maßnahmen werden aus der Vielfalt heraus und in solidarischer Auseinandersetzung unterschiedlicher Meinungen entwickelt.


2. Thematische Schwerpunkte

Am Anfang der ATTAC-Geschichte stand die Ein-Punkt-Orientierung auf die Besteuerung von Devisentransfers, die auch den Namen ATTAC abgab. Das ist nicht mehr aktuell. Inzwischen sind viele Fragen der ökonomischen Globalisierung Gegenstand von ATTAC Initiativen:

    Regulierung der Finanzmärkte, des Welthandels, der ökonomischen Nord-Süd-Beziehungen u.a.

Es können durchaus auch weitere Themen dazu kommen, sei es dadurch, dass bestehende Organisationen oder Netzwerke Mitglied bei ATTAC werden und dabei ihr Potential einbringen, sei es dass aus der Mitgliedschaft heraus neue Themen aufgegriffen werden. Allerdings sollte ATTAC sich nicht jedem beliebigen Thema zuwenden. Zum einen endet ein thematischer Supermarkt schnell in Wirkungslosigkeit, zum anderen gibt es in vielen Bereichen Organisationen, die wichtige Themen schon lange und erfolgreich bearbeiten. Es wäre falsch, amnesty, Pro Asyl oder Greenpeace Konkurrenz machen zu wollen.

Eine gewisse Konzentration auf die ökonomischen, international wirksamen Dimensionen der Globalisierung ist unerlässlich. Bei Verknüpfungen von Fragen ökonomischer Globalisierung mit innenpolitischen oder nicht-ökonomischen Problemen, die durch die politische Entwicklung unabhängig von uns auf die Tagesordnung kommen – z.B. gegenwärtig das Thema Krieg und Frieden sowie demokratische Rechte – wird ATTAC sich gewöhnlich darauf beschränken, die Perspektive ökonomischer Globalisierung einzubringen.

Auch innerhalb des Rahmens ökonomischer Globalisierungsfragen muss ATTAC Schwerpunkte bilden. Denn politische Durchschlagskraft hängt auch von der Fähigkeit ab, Positionen in einer einfachen und hegemoniefähigen Botschaft zuzuspitzen, wie dies z.B. im Falle der Tobin Tax gelungen ist. Diese Schwerpunkte können sich je nach politischer Lage verändern. Bei allen Themen steht für ATTAC die Entwicklung von Alternativen im Vorder- grund. [...]


5. Basis- und Bewegungsorientierung

In den 90er Jahren wurden vor allem professionelle NGOs als die Träger kritischer und oppositioneller Positionen gegenüber der neoliberalen Globalisierung wahrgenommen. Seit Seattle zeichnet sich ab, dass sich Kritik und Alternativen nun auch in Form einer neuen sozialen Bewegung niederschlagen. Soziale Bewegungen verfügen über ein großes Potential, gesellschaftliche Veränderung anzustoßen und - im günstigsten Fall - auch durchzusetzen.

Ihr politisches Gewicht ist bedeutend größer als das von einzelnen Organisationen. ATTAC als Teil dieser Bewegung zieht den wichtigsten Teil seines Potentials aus dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger an der Basis. Es ist ein Hauptinteresse von ATTAC, die neue soziale Bewegung nach besten Möglichkeiten zu fördern und zu stärken.

Gerade auf Grund ihres Charakters als Bewegung ist sozialen Bewegungen aber auch eine gewisse Instabilität immanent. So schnell wie sie entstehen, können sich auch wieder verfallen. ATTAC trägt selbst stark Züge einer Bewegung. Durch seine Zusammensetzung enthält es aber auch Strukturen - Gewerkschaften, Verbände. NGOs – die festere und auf dauerhafte Stabilität ausgelegte Organisationsstrukturen aufweisen. Von daher wäre es kurz- sichtig, die Bewegungsorientierung zu verabsolutieren und die institutionell verfestigten Strukturen gegen die Bewegungselemente auszuspielen. ATTAC sollte Synergieeffekte zwischen beiden organisieren.


6. ATTAC in der globalisierungskritischen Bewegung

ATTAC ist ein wichtiger Bestandteil der neuen, globalisierungskritischen Bewegung, ist aber nicht identisch mit ihr. Diese Bewegung ist weitaus breiter, differenzierter und vielfältiger als ATTAC und es gibt in ihr andere sehr gewichtige Akteure.
ATTAC erhebt keinen Alleinvertretungs- oder Führungsanspruch und ist auch keine Dachorganisation.
ATTAC strebt eine Kooperation mit anderen Akteuren an. Ziel ist ein gesell- schaftliches Bündnis als Gegenmacht zu den Kräften der globalen Märkte und deren politischen Organe.
ATTAC will und wird andere Organisationen nicht verdrängen oder ersetzen, sondern bemüht sich um ein komplementäres Verhältnis zu ihnen.
ATTAC ist zu Zusammenarbeit bereit, wobei die Skala von punktuellen Kooperation bis zu strategischen Bündnissen reichen kann.

Angesichts der Kriegsgefahr nach den Terroranschlägen in New York und Washington kommt dieser Ansatz schneller als gedacht in den Praxistest. ATTAC reiht sich in die Friedensbewegung ein und versucht dabei die Friedensfrage mit den strukturellen Problemen der Globalisierung zu verknüpfen.

Gegenüber politischen Parteien wahrt ATTAC seine Eigenständigkeit und weist Versuche parteipolitischer Instrumentalisierung oder der Kooption durch staatliche und zwischenstaatliche Institutionen zurück. Bewusst schließen wir die Mitgliedschaft von Bundes- und Landesverbänden poli- tischer Parteien in ATTAC aus. Dies bedeutet nicht, dogmatische Berührungs- ängste gegenüber Parteien und staatlichen Institutionen zu pflegen. Eine differenzierte Bezugnahme auf sie – nicht zu verwechseln mit Anschluss- fähigkeit – kann dazu beitragen, die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse zugunsten emanzipatorischer Entwicklungen zu verschieben.


7. Pluralität von Aktionsformen und Instrumenten

Die Komplexität der gesellschaftlichen Verhältnisse macht eine Vielfalt von politischen Aktionsformen und Instrumenten notwendig. ATTAC muss Aufklären und Wissen vermitteln und politischen Druck entfalten. Expertise, Aufklärung und Aktion sind daher die wesentlichen Elemente der Arbeitsweise von ATTAC. Von der Publikation über Workshops, Konferenzen, professioneller Öffentlichkeitsarbeit bis zur Politikbeeinflussung im offizi- ellen politischen System, der phantasievollen Performance, Demonstrationen und Aktionen des zivilen Ungehorsams, bedient sich ATTAC je nach Um- ständen dieser Instrumente, ohne eines zu verabsolutieren.

Gesellschaftliche Veränderungen können nur demokratisch, d.h. durch die Teilnahme vieler Menschen erreicht werden. An diesem demokratischen Imperativ orientieren sich auch die Aktionsformen von ATTAC. Aktions- formen, die diesem Ziel widersprechen, lehnen wir ab. Daraus ergibt sich, dass die Aktionsformen friedlich sind. ATTAC legt Wert darauf, dass auch in seiner Außenwirkung die politische und inhaltliche Breite des gesamten Projekts sichtbar wird.


8. Ein innovativer Organisationstyp

Die Kombination all dieser Elemente macht den spezifischen Charakter von ATTAC aus. Insofern ist ATTAC ein innovatives Projekt, das nicht ohne weiteres in die Kategorien Netzwerk, Verbandsinternationale, NGO oder Bewegung passt. Es enthält Schnittstellen zu allen und versucht vor allem die Vorzüge der einzelnen Organisationstypen miteinander zu ver- knüpfen und deren Nachteile zu vermeiden: die Flexibilität und Offenheit von Netzwerkstrukturen, ohne deren Unverbindlichkeit, mit dem macht- politische Gewicht von sozialen Bewegungen ohne deren Instabilität, und der Kompetenz, Stabilität und Verbindlichkeit von NGOs und Ver- bänden ohne deren Abhängigkeiten und Bürokratisierungstendenzen.


Die konstitutiven Merkmale dieses Organisationstyps sind:

    a. ATTAC ist ein Ort, wo politische Lern- und Erfahrungs-
        prozesse ermöglicht werden,
    b. in dem unterschiedliche Strömungen emanzipatorischer
        Politik miteinander diskutieren und
    c. zu gemeinsamer Handlungs- und Aktionsfähigkeit zu-
        sammenfinden.


Wenn ATTAC es versteht, diese Elemente der jeweiligen Situation an- gemessen zu kombinieren, könnte eine dynamische Stabilität entstehen, die dem Projekt eine erfolgreiche politische Zukunft sichert. Wie man diesen Organisationstypus dann nennt, ist zunächst zweitrangig.

Sicher werden Organisationssoziologen sich über kurz oder lang dazu
etwas einfallen lassen. In der Zwischenzeit begnügen wir uns mit:

    ATTAC ist ATTAC.


Oktober 2001


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Humanitäre Organisationen




Gemeinnützig

Lesezeit: 00 Minuten





Humanistische Union Quelle:
Der folgende Vorstellungstext entstammt der Website:
   http://www.humanistische-union.de/hu/13wirueberuns.htm

Zitat-Anfang**************************************


Humanistische UnionDie HUMANISTISCHE UNION
emanzipatorisch · radikaldemokratisch · unabhängig

Eine Bürgerrechtsorganisation wie die HUMANISTISCHE UNION lebt davon, daß Menschen bereit sind,für die politischen und persönlichen Bürger- und Menschenrechte einzutreten.


Die HUMANISTISCHE UNION wurde 1961 von dem Münchner Publizisten Gerhard Szczesny gegründet als Gegengewicht in der restaurativen Zeit der Adenauer-Ära. Menschen aus einem breiten politischen Spektrum fanden sich zusammen. "Die Befreiung des Menschen aus den Fesseln obrigkeits- staatlicher und klerikaler Bindungen, die Verkündigung der Menschenrechte und Menschenpflichten, der Ausbau von Erziehungs- und Bildungs- und Fürsorgeeinrichtungen ... die Entfaltung einer freien Wissenschaft, Presse, Literatur und Kunst" war das Motto.

Die HUMANISTISCHE UNION begann mit dem Kampf um die Anerkennung der Grundrechte und die Aufrechterhaltung der Verfassung, um die Anerkennung der Psychoanalyse, gegen die Unterdrückung der Sexualität und gegen die Dominanz der Kirchen in Kultur, Erziehung und Politik. Es entstanden die Initiativen gegen die Notstandsgesetze, für ein anderes Strafrecht und für einen veränderten Strafvollzug.

Beeinflußt durch die Protestbewegung der Sechzigerjahre kamen mehr und mehr Menschen dazu, Veränderungen im gesellschaftlichen Bereich nicht mehr ausschließlich der Politik anzuvertrauen. Diese Phase, in der Bürger- innen und Bürger einfach Rechte als ihre Rechte in Anspruch nahmen, hat in der deutschen Geschichte leider Seltenheitswert. Politische und gesell- schaftliche Emanzipationsbestrebungen - auch im Bildungs- und Erziehungs- bereich - hat die HUMANISTISCHE UNION unterstützt, aber sie hat immer darauf geachtet, daß ertrotzte Veränderungen in dieser oder jener Form auch rechtlich abgesichert werden. In der Auseinandersetzung um die Abschaffung des 218 StGB hat die HUMANISTISCHE UNION eine wichtige Rolle gespielt tut dies bis heute. Sie hat die Entscheidungen des Bundesverfassungs- gerichts und scharf kritisiert und zugleich darauf gedrungen, die durch das BVerfG gelassenen Freiräume voll auszuschöpfen.

Die Verwirklichung von Menschen- und Bürgerrechten setzt zähe Umsetzung und gemeinsame Denkarbeit voraus. Die HUMANISTISCHE UNION hat solche Denkarbeit ermöglicht und damit Initiativen bewirkt, die z.T. noch heute bedeutsam sind: z.B. - die Arbeit für eine Psychiatriereform, für eine Patienten- verfügung zugunsten des Selbstbestimmungsrechts von Kranken und Sterbenden, - für ein Anti-Diskriminierungsgesetz und - für "Frauen in bester Verfassung", - für die weitgehende Freigabe von Drogen zur Eindämmung der Drogenkriminalität.

Die HUMANISTISCHE UNION war eine der wenigen Organisationen, die sich gegen eine Eskalation der Auseinandersetzung mit der RAF gewandt und dabei zugleich Rechtspositionen des Strafprozeßrechts verteidigt haben. Auch die Friedensbewegung und die Antikernkraftbewegung sind nicht ohne Auswirkung auf die HUMANISTISCHE UNION geblieben: Sie hat sich an die Seite neuer sozialer Bewegungen gestellt, doch ohne sich selbst dabei aufzugeben. So hat sie für staatsbürgerlichen zivilen Ungehorsam plädiert und gleichzeitig an die politischen Parteien appelliert, alle rechtlichen Möglichkeiten gegen die Raketenstationierung auszuschöpfen.

Im Zusammenhang mit der Katastrophe in Tschernobyl hat sich die HUMANISTISCHE UNION - ohne die Mitglieder auf einen Antikernkraftkurs festzulegen - für das Instrument eines Volksentscheids eingesetzt; denn die Verankerung plebiszitärer Formen, die eine Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger in Sachfragen ermöglichen, sind geeignet, Ängste des einzelnen und die häufig empfundene Ohnmacht gegenüber der Politik zu vermindern.

Die modernen Verfassungsstaaten stehen gegenwärtig in einer entscheidenden Bewährungsprobe. Die Unfähigkeit, anstehende politische und soziale Probleme zu lösen oder die Ursachen zu bekämpfen und das Aufflammen nationalistischer Denkmuster - besonders nach dem Ende des Ost-West-Schemas - führte zu neuen staatlichen Abwehrmechanismen: Der Ausbau eines umfassenden staatlichen Überwachungsapparates wird zur zunehmenden Bedrohung staats- bürgerlicher Freiheitsrechte. In diesem Zusammenhang steht die Auseinander- setzung um die sogenannten Sicherheitsgesetze, bei der die HUMANISTISCHE UNION eine Vorreiterrolle übernommen hat. Auch der Streit um die Ein- schränkung bzw. Aufhebung des Asylrechts mit den damit verbundenen Abschottungsmaßnahmen in europäischem Maßstab gehört hierher.

Gegenüber neuen Formen nationaler Manipulation und einer neuen "historischen Sinnstiftung", die über Auschwitz hinweg zur Tagesordnung übergehen will, müssen Humanisten nicht nur die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger, sondern die grundlegenden Menschenrechte nachdrücklich einfordern, die tiefgreifend gefährdet sind.

Die HUMANISTISCHE UNION steht glücklicherweise heute nicht mehr allein. Bereits früh wurde von Mitgliedern der HUMANISTISCHE UNION auf Spezial- gebieten eigene Organisationen gegründet, insbesondere für Juristen, Psycho- analytiker, Homosexuelle. Daneben gibt es heute zahlreiche Organisationen und Initiativen, denen die HUMANISTISCHE UNION sich besonders verbunden fühlt, z.B. im Datenschutz und bei Juristinnen und Juristen. Bürgerrechts- positionen finden Gehör bei Rechtspolitikern, aber auch im parlamentarischen Bereich, insbesondere bei Grünen und Sozialdemokraten.

Von Zeit zu Zeit werden Persönlichkeiten, die sich im couragierten Einsatz für die Bürgerrechte hervorgetan haben, mit dem "Fritz-Bauer-Bürgerrechts- preis" ausgezeichnet, im Andenken an den früheren Hessischen General- bundesanwalt Fritz Bauer. In ähnlichem Sinne verleihen Landesverbände der HUMANISTISCHEN UNION den Preis "Aufrechter Gang" (München) und den "Ingeborg- Drewitz-Preis" (Berlin).


Worin besteht das Spezifische der HUMANISTISCHEN UNION ?

Nicht eine Organisation, nicht ein "Führer" und auch nicht die "Massen"
sind unsere Hoffnungsträger. Wir vertrauen auf uns selbst und versuchen durch gemeinsame Denkarbeit politisch einzugreifen - um die Wirklichkeit zum Humanen zu verändern. Gemeinsame Denkarbeit in kleinen Kreisen ist die eigentliche Potenz der HUMANISTISCHEN UNION, sie verhindert zugleich, daß die HUMANISTISCHE UNION verkommt zu einem bloßen Verein für bürgerrechtliche oder humanistische Gesinnungspflege. Die HUMANISTISCHE UNION hat auf die "demokratische Entwicklung eines noch nicht demokratischen Volkes" gesetzt und dabei wichtige Veränderungen beeinflussen können.

Nach wie vor sind viele Forderungen, die von der HUMANISTISCHEN UNION aufgestellt wurden, von aktueller Bedeutung, z.B.:

  • Gesetzliche und Grundgesetzliche Verankerung des Diskriminierungsverbots für Frauen und für Minderheiten
  • Keine staatliche Regulierung
    des Schwangerschaftsabbruchs
  • Abschaffung der Geheimdienste
    und der Bürgerbelauschung
  • Grundgesetzliche Trennung von Staat und Kirche; konsequente Abschaffung festgeschriebener Privilegien
  • Garantie demokratischer Mitwirkungsrechte,
    wie Volksbefragung und Volksentscheid
  • Humanisierung der Lebensbedingungen von Menschen
    in besonderen Gewaltverhältnissen, z.B. in Gefängnissen
    und in der Psychiatrie
  • Sicherung von Bürgerrechten auf europäischer Ebene, einschließlich der Rechte von Flüchtlingen und
    Asylsuchenden.



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