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Multimedia-Ratgeber: Webdesign | |||||||||||||||||||||||||||||
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Spezial: Webdesign, Teil 2 b
Wenn Sie durch obige Akquisemethoden eine Anfrage eines potentiellen Auftraggebers erhalten, sollten Sie seine Absichten genau überprüfen. Nun komme ich auf die eingangs erwähnte Selektion zu sprechen, die notwendig ist, damit Sie sich vor Schein- Kunden und Leistungsprellern schützen können. Dazu erstmal Hintergründiges: Leider zeigt es die tägliche Erfahrung aller Selbständigen und Freiberufler, dass die meisten Interessenten die sich verschärfende Arbeitsmarktlage ausnutzen und sich ohne jegliche Geschäftsethik auf Kosten vergütungsabhängiger Auftragnehmer bereichern. Woher kommt es, dass sich solche negativen Erfahrungen überproportional in das Bewußtsein festsetzen ? Gibt es denn keine ehrlichen Kunden mehr ? Doch - es gibt sie. Sogar mehr als man denkt. Der Grund für dieses Problem liegt jedoch woanders: Im Gegensatz zu ehrlichen Unternehmen und Geschäfts- leuten, versuchen unseriöse Existenzen, sich Wett- bewerbsvorteile durch unlautere Geschäftspraktiken zu verschaffen, indem sie prinzipiell sehr viele Kosten und Maßnahmen vermeiden, die für eine Qualitäts- sicherung im gewerblichen Betrieb unerlässlich sind. Dadurch fallen ihre Handelsbilanzen sehr positiv aus, was den Wettbewerb erheblich verzerrt. Es ist von daher also leicht nachvollziehbar, dass sich unlautere Gewerbetreibende aktiv und gezielt nach Auftragnehmern umsehen, die rechtlich ohne Beistand sind und zudem potentiell bereit sind oder sein müssen, zu fast allen Konditionen zu arbeiten. Wem wundert es dann, wenn sie sich sehr oft bei denen melden, von denen sie mittel- oder unmittelbar erfahren haben, dass dringend Aufträge gebraucht bzw. Aufträge gerne als Zubrot oder zur Übung genommen werden. Das ist auch der Grund für die überproportionale Präsenz dieser negativen Erfahrungen. "Arbeitsverhältnisse: ausnutzende oder dubiose Fälle" im neuen MLG-Forum. Hier klicken. "Arbeitsvergütung: trotz Arbeit existenzgefährdet..." im neuen MLG-Forum. Hier klicken.
Es gibt drei Gruppen, die in das Jagd-Schema der Schein-Kunden und Leistungspreller passen: Die A-Gruppe besteht aus Anbietern, die hauptsächlich nur Spaß am Erstellen von Websites haben und sich darüber freuen, wenn sie sich mit ihrem Hobby ein Zubrot verdienen können. Die B-Gruppe wird aus all denen gebildet, die Webdesign als Erstausbildung studieren bzw. sich über eine staatliche Förderungs-Maßnahme zum Webdesigner umschulen oder weiterbilden lassen. Da sie mit dem Erlernten Geld verdienen müssen und zur Bewerbung um einen Kunden oder einen Arbeitsplatz unbedingt Erfahrung und Referenzen vorzulegen haben, gehen sie auf fast alle Konditionen der Schnäppchenjäger ein. Die C-Gruppe wird von Gewerbetreibenden repräsentiert, die auch Webdesign-Kenntnisse haben können und Web- Leistungen als Ergänzung zu bestehenden Haupt-Produkten anbieten. Sie sind von der Erstellung von Homepages nicht abhängig und können daher Konditionen und Preise bieten, zu denen ein professioneller Webdesigner nicht arbeiten kann. Diese Umstände rufen natürlich Schein-Kunden und Leistungspreller auf den Plan. Um sich gegen diese zu schützen, achten Sie auf:
Meist handelt es sich bei den sogenannten Kunden um junge Selbständige, die eine große und gewinnver- sprechende Geschäftsidee realisieren und über das Web abwickeln wollen, wozu sie "engagierte" Leute suchen. Diese finden sie auf vielen gesellschaftlichen Veran- staltungen mit lockerem und privatem Umgangscharakter (z.B. Parties, Feten, Discos, Clubs, Bars und Konzerte, Vernissagen, Geschäftseröffnungsfeiern). Wie zufällig erwähnen sie dem, der über seine selbst- erstellten Homepages oder gar über seine Webdesign- Ambitionen spricht, von ihrem zu gestaltenden Internet- Auftritt oder von notwendigen Verbesserungen ihrer bereits bestehenden Website. Der vom Jäger ins Visier Genommene (aus einer der drei oben genannten Gruppen stammend) wird schlagartig aufmerksam und bietet werbend seine Hilfe an. Erfreut über diese günstige "Fügung des Schicksals" ermuntert er den Webdesignenden, sich mal Gedanken zu machen, falls er Interesse haben sollte. Schnell tauschen sie ihre Visitenkarten. Seinerseits erfreut, einen möglichen Kunden gefunden zu haben, macht sich der Web-Worker daran, seine Ideen und Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten und zu präsentieren. Bei der nächsten Geschäftsanbahnung geht es ebenso engagiert zu. Eifrig arbeiten und präsentieren die frischen Webdesigner aus Gruppe B. Sie wittern eine Chance, sich in das angestrebte Berufsfeld erfolgreich einführen zu können, wenn Vertreter von Kleinunternehmen und gemeinnützigen Vereinen oder Organisationen die Lehr- institute aufsuchen, um Ihre Projekte in Gruppenarbeiten erstellen zu lassen. In der dritten Geschäftsanbahnungs-Situation ist es der aktive Kundenwerber, der seine Webdesign-Leistungen gezielt anbietet. Da er oft die Erfahrung macht, dass große und etablierte Unternehmen bereits über feste Produktions- strukturen verfügen und nur selten für Neuzugänge offen sind, wählt der Akquisteur lieber die kleineren Unter- nehmen und die selbständigen Einzelkämpfer, bei denen er schon sehr viel häufiger auf Interesse stößt. Bei allen drei Versuchen der Kundengewinnung geht der Webdesignende davon aus, dass er einen Auftrag erhalten wird, wenn seine Präsentation überzeugend ausfällt. Da die Konkurrenz ja bekanntlich nicht schläft, setzt er viel Zeit und Arbeit ein, um dieses Ziel zu erreichen. Er produziert auf eigene Kosten vor und präsentiert das Ergebnis in hoher Erwartungshaltung. "Arbeitsverhältnisse: ausnutzende oder dubiose Fälle" im neuen MLG-Forum. Hier klicken. "Arbeitsvergütung: trotz Arbeit existenzgefährdet..." im neuen MLG-Forum. Hier klicken. Wenn Sie sich in einer dieser Situationen wiedererkannt haben, fragen Sie sich jetzt bestimmt: Wie werde ich in eine dubiose Masche verwickelt ?
Konstellation A:
Alltag der Selbständigen und Freiberufler. Selbst wenn Sie tatsächlich Aufträge erhalten und die Vergütung im beiderseitigen Einvernehmen fest- gelegt haben, ist es leider nicht immer selbst- verständlich, dass Sie Ihr Honorar auch bekommen werden. Denn viele Firmen sind verschuldet und haben Verbindlichkeiten an Banken und Versicherungen oder anderen Gläubigern nachzukommen. Auftragnehmer stehen daher als rechtsschutzlose und vergütungsabhängige Anspruchsträger oft an letzter Stelle auf der Liste der Finanzforderungen. Der Zwang, immer erst die Interessen der Groß-Gläubiger befriedigen und das Geschäft immer erfolgreich am Laufen halten zu müssen (wozu Sie als Webdesigner beitragen), veranlasst viele Auftraggeber, derartige Methoden anzuwenden. "Arbeitsverhältnisse: ausnutzende oder dubiose Fälle" im neuen MLG-Forum. Hier klicken. "Arbeitsvergütung: trotz Arbeit existenzgefährdet..." im neuen MLG-Forum. Hier klicken. |
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